Übergang

Der Begriff des Übergangs beschreibt den Übertritt von einem Lebensabschnitt in einen anderen. Das gängigste Bild dafür ist die Brücke, die den Übergang von einem Ufer zum anderen, von einem Lebensbereich zum nächsten, vom Unbewussten zum Bewussten bildet. Alle Übergänge und Brüche, die das Leben notwendig macht, erscheinen einem oftmals unkontrollierbar und gefährlich. Die bei schwierigen Lebensübergängen, Krisen- und Wandelzeiten verspürte Schwellenangst wird mit Hilfe von Übergangsritualen (rites des passage) bewältigbar. Der französische Ethnologe van Gennep hat die Dreiphasenstruktur der Übergangsrituale entwickelt: auf die Ablösungsphase folgt die Schwellenphase und zuletzt die Integrationsphase. Alle Kulturen haben Zeiten des Übergangs mit Ritualen begleitet, um sie gut bewältigen zu können.