Ethnomedizin

ist ein interdisziplinärer Bereich zwischen der Ethnologie und der Medizin. Die im deutschen Sprachraum historisch gewachsene Bezeichnung weist auf die Besonderheit hin, auch innerhalb der Medizin mit ethnologischen Methoden zu forschen und zu handeln. Ethnomedizin beschäftigt sich unter anderem mit der Definition und Interpretation von Gesundheit und Krankheit in unterschiedlichen Kulturen sowie mit den daraus resultierenden lokalen und kulturspezifischen Heil- und Behandlungsweisen.

Ich habe mein Studium der Kultur- und Sozialanthropologie mit meiner Diplomarbeit „Bikausalität von Krankheit in Afrika. Eine kulturelle Konstruktion von Krankheit.“ abgeschlossen. Dann spezialisierte ich mich auf Ethnomedizin und begann meine Forschungstätigkeit am Ethnomedizinischen Institut. Forschungsstipendien ermöglichten es mir, nach Swasiland zu gehen und dort mit Heilerinnen zusammenzuarbeiten. Meine Dissertation: „Sangoma. Das Werden einer spirituellen Heilerin in Swasiland. Kudede umnyama kuvele ukukhanya. Die Dunkelheit möge dem Licht weichen.“ beschreibt den Werdegang einer Sangoma am Beispiel meines eigenen schamanischen Initiationsprozesses.