Containment

Manchmal werden wir von unseren Gefühlen regelrecht überschwemmt oder befürchten eine Überflutung mit zu starken Gefühlszuständen. In guten Beziehungen erleben wir dann, dass der andere uns dabei hilft, die eigenen Gefühle zu sortieren und das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Eine unerträgliche Erfahrung verwandelt sich allmählich in eine erträgliche. Gefühle wollen gehalten und verarbeitet werden. Das nennen wir Containing. So kann, was vorher nur gefühlt wurde, dann auch gedacht werden. Wir haben eine Umwandlung von “ein Gefühl zu sein” in “ein Gefühl haben” vollzogen.

Für diese haltende Funktion gibt es ein schönes Bild: Eine Mutter ist für die Gefühle ihres Kindes eine Art “Container”. Sie hält und verarbeitet sie und gibt sie ihm in reifer, denkbarer Form zurück. Aus diesem Zusammenspiel lernt das Kind später, seine Gefühle selbst zu verarbeiten. Eine therapeutische Beziehung ist immer auch Containment.